Wissenschaft für alle ...

Escapebox Ocean Eye gewinnt World Summit Award Austria

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Mit der Escapebox Ocean Eye wurde eine digitale Innovation aus Österreich ausgezeichnet, die einen großen und positiven Impact auf die Gesellschaft und Umwelt hat, lautete die Begründung der Jury des World Summit Award Austria (WSA), der am 2. Juni 2022 in feierlichem Rahmen übergeben wurde. Die Escapebox Ocean Eye wurde zur Gewinnerin in der Kategorie “Environment & Green Energy” ausgewählt!

 

Motor für die Entwicklung der Escapebox Ocean Eye waren und sind sind die 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs), im speziellen Ziel 14, der Schutz der Ozeane. Um Begeisterung für Wissenschaft spielerisch zu wecken, entführt die fiktive Geschichte um die Meeresbiologin Miriam Patrik die Spielenden ab 15 Jahren in eine reale Erlebniswelt, in der wissenschaftliche Rätsel gelöst werden müssen, damit sich die Escapebox immer weiter öffnet. Die 800kg schwere und mobile Holzkonstruktion kann an unterschiedlichen Standorten aufgebaut und bespielt werden. Bis dato machte Ocean Eye in Wien und Niederösterreich Station, weitere Standorte sind in Vorbereitung.

 

Das Projekt Ocean Eye wurde vom Verein ScienceCenter-Netzwerk gemeinsam mit Mental Home, Planung&Vielfalt und dem Verein Technology Kids entwickelt. Fördergeber waren das Austria Wirtschaftsservice hinsichtlich Entwicklung und Machbarkeitsstudie. Aktuell fördert die Wirtschaftsagentur Wien das Projekt, Hauptsponsor ist Borealis AG.

 

Präsentation von Ocean Eye auf der ecsite2022

Am Freitag, 3. Juni 2022 wird Ocean Eye auch auf der ecsite2022 (European Science Engagement Conference) präsentiert, zu der rund 1.100 Teilnehmer:innen aus mehr als 50 Ländern in Heilbronn erwartet werden. Die Tagung gilt als eine der größten Konferenzen der professionellen Wissenschaftskommunikation in Europa. Zum Ecsite-Netzwerk gehören aktuell mehr als 350 Science Center, Museen und wissenschaftliche Kultureinrichtungen, darunter auch der Verein ScienceCenter-Netzwerk. Ein wichtiges gemeinsames Anliegen der Ecsite ist es, Begeisterung für Wissenschaft zu schaffen sowie die Glaubwürdigkeit und Relevanz der Forschung zu stärken.

 

Weiterführende Links:

www.escapebox.at

Projekt Ocean Eye: Entwicklung, Standorte, Materialien

 

Wissenschaftsvermittlung in der Seestadt

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Am 22. Februar 2022 besuchte die Wiener Stadträtin für Wissenschaft und Kultur, Veronica Kaup-Hasler, die Escapebox „Ocean Eye“ in der Seestadt.

„Wir freuen uns sehr über das Interesse von Stadträtin Kaup-Hasler an unserem innovativen Format der Wissenschaftsvermittlung. ‚Ocean Eye‘ ist ein Beispiel dafür, wie Wissenschaft spielerisch und niederschwellig erlebbar wird und Jugendliche wie auch Erwachsene begeistern kann“, so Barbara Streicher, Geschäftsführerin des Vereins ScienceCenter-Netzwerk, der die Escapebox mitentwickelt hat.

Junge Frauen aus einem Berufsorientierungskurs von Jugend am Werk tauchten in die Welt einer Meeresbiologin ein und lösten gemeinsam ein Rätsel nach dem anderen. Die spannende Story motivierte die Jugendlichen, ohne Vorwissen physikalische Experimente und chemische Analysen durchzuführen, die immer mehr Teile der Box öffneten und verborgene Hinweise oder Medien freilegten.

„Wissenschaft ermöglicht Orientierung für politisches Handeln, ist Antrieb für gesellschaftlichen Fortschritt und letztendlich der Schlüssel zum Verständnis, ‚was die Welt im Innersten zusammenhält‘“, betont Wissenschaftsstadträtin Veronica Kaup-Hasler. „Daher ist es wichtig, gerade gegenwärtig, das Vertrauen in Wissenschaft und Forschung zu stärken. Vermittlungsprojekten – wie etwa Ocean Eye – kommt dabei auch in Zukunft eine wachsende Bedeutung zu. Der Verein spricht mit seinem spielerischen Ansatz vor allem Kinder und Jugendliche erfolgreich an und weckt Neugier auf spätere Betätigungsfelder“, dankt die Stadträtin dem Team von ‚Ocean Eye‘ für ihr wichtige Arbeit.

Escapebox Ocean Eye

Ocean Eye ist ein mobiles Escapegame, das vom Verein ScienceCenter-Netzwerk und Mental Home e.U. entwickelt wurde. Hauptsponsor ist Borealis AG. Der aktuelle Standort im Technologiezentrum Seestadt, Christine-Touaillon-Straße 11/9, 1220 Wien, wird von der Wirtschaftsagentur Wien ermöglicht. Am 27. Februar 2022 geht die Escapebox auf Österreichtournee und kann ab 6. März bis 1. Mai 2022 in Wiener Neustadt, im Museum St. Peter an der Sperr, gespielt werden.

Über den Verein ScienceCenter-Netzwerk

Der Verein ScienceCenter-Netzwerk verfolgt seit seiner Gründung 2005 das Ziel, Themen der (Natur-)Wissenschaften und Technik auf leicht zugängliche Weise unmittelbar erlebbar und begreifbar zu machen. Gleichzeitig ist er auch die Drehscheibe und Anlaufstelle des gleichnamigen Netzwerks, das sich österreichweit dem Austausch, der Forschung und Unterstützung von interaktiver Wissenschaftskommunikation widmet.

www.escapebox.at

www.mentalhome.eu

Die Welt von Ocean Eye – mehr als nur ein (Escape-)Spiel

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Am 6. Oktober wurde die Escapebox Ocean Eye, welche ein Escape-Room-Erlebnis mit wissenschaftlichen Rätseln zum Thema Mikroplastik verbindet, im Zentrum Fokus Forschung der Universität für angewandte Kunst Wien feierlich eröffnet. Das vom Verein ScienceCenter-Netzwerk und seinen Partnern initiierte und entwickelte Projekt ist ein Bildungsformat für Jugendliche ab 15 Jahren, welches in dieser Form bisher einzigartig ist.

 

Als Gastherr sprach Alexander Damianisch, Leiter des Zentrum Forschung, in seinen Begrüßungsworten über dessen Motto „Wir wenden die Zukunft an“ und schlug die Brücke von der Wissensvermittlung zu Kunst und Forschung. Die Escapebox hier anzusiedeln sei daher auch ein logischer Schritt gewesen, so Damianisch. „Im Spiel geht es um die Spannung zwischen Bewegung und Zusammenführung und auch darum, am Ende mehr zu wissen als zu Beginn. Das Projekt des Vereins ScienceCenter-Netzwerk gibt auch uns die Möglichkeit, neue Perspektiven zu bekommen.“

 

Ein Spiel als Spiegel globaler Herausforderungen

Die Escapebox Ocean Eye macht die Herausforderung, die Mikroplastik für Mensch und Umwelt darstellt, für junge Menschen unmittelbar und spielerisch begreifbar. In eine aufregende Geschichte und eine spannende räumliche Lösung verpackt, bietet die mobile Escapebox ein intensives Spielerlebnis für eine anspruchsvolle Zielgruppe und führt ein in das Ziel 14 „Leben unter Wasser“ der 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Barbara Streicher, Geschäftsführerin des Vereins ScienceCenter-Netzwerk: „Es braucht die Verantwortung der einzelnen Personen, die Zukunft zu gestalten. Vor allem auch die der jungen Generation, einer sehr engagierten Zielgruppe, die sich mit der Umsetzung dieser Ziele befassen muss.“ Was junge Menschen dafür brauchen, damit beschäftigt sich der Verein seit 15 Jahren bei der Entwicklung interaktiver „Hands-On“-Wissensvermittlung: „Wichtig sind Neugier und der Mut sowie die Fähigkeit, Hintergründe zu verstehen, tiefer in Themen einzutauchen, Fakten zu überprüfen und sich letztlich als Teil der Lösung wahrzunehmen.“ Die Besonderheit der sogenannten Educational Escape-Box zeichnet sich unter anderem dadurch aus, dass die Jugendlichen in der Auseinandersetzung mit wissenschaftlichen Rätseln zur Lösung gelangen. „Im Gegensatz zu herkömmlichen Escapegames ist es kein Raum, wo man hinaus muss, sondern eine Box, wo man hinein will. Und das gelingt im Team und durch spannende Aufgabenstellungen.“

 

Experimentelle Erlebnisreise

Im Spiel, bei dem es keine wissenschaftlichen Grundkenntnisse braucht, dreht sich alles um die Geschichte der Meeresbiologin Miriam Patrik, die alle in ihren Bann zieht. So müssen die SpielerInnen ihren Arbeitsplatz durchstöbern und die eine oder andere Forschungsmethode anwenden, um das Rätsel zu lösen. Barbara Streicher: „Es geht, ähnlich wie auf einer größeren, gesellschaftlichen Ebene, um komplexe Probleme, wo es unterschiedliche Perspektiven und Menschen braucht, um Antworten zu finden. Das Spiel zeigt uns das, was wir in der Gesellschaft brauchen: Teams, die sich für nachhaltige Themen einsetzen und gemeinsam gute Lösungen finden. So öffnet sich die Box auch mit jedem Rätsel immer weiter und stellt sich als Teamaufgabe dar, auch ähnlich wie im realen Leben: Niemand kann alles überblicken, aber jeder trägt ein Puzzlesteinchen dazu bei.“

 

Ein Projekt der Partnerschaften und Kooperationen

Auch unterschiedliche Perspektiven des Erfolgsprojekts wurden im Rahmen der Eröffnung erläutert. Neben der Vorstellung des Entwicklungsteams Mental Home, Planung&Vielfalt und dem Verein Technology Kids erklärte Eva Czernohorszky von der Wirtschaftsagentur Wien, warum es für sie als Fördergeber wichtig ist, ein solches Projekt zu unterstützen: „Wenn wir mit Unternehmen sprechen wird deutlich, dass Talente der allerwichtigste Standortfaktor und daher unbedingt zu fördern sind. Wissensschafts- und Technologievermittlung ist vor allem dann erfolgreich, wenn Kinder und Jugendliche erleben, dass sie selbstwirksam sind und genau das gelingt mit der Escape-Box hervorragend.“ Über die Besonderheit von spielerischen Vermittlungsformaten sprach Margarete Jahrmann von der Universität für angewandte Kunst, Leiterin der neuen Abteilung Experimental Game Cultures: „Die Escapebox folgt einem wissenschaftlichen Design, welches den SpielerInnen Handlungsfähigheit vermittelt und somit auch Glücksmomente beschert. Wir müssen neue Formen des Wirtschaftens mit Spielen erarbeiten und entwerfen, vor allem aber uns globalen Herausforderungen mit der Kunst des Spiels stellen und kritisches Hinterfragen von Verantwortung globaler Player möglich machen.“ Für den Sponsor Borealis ist Forschung und Entwicklung ein zentraler Motor und das Projekt unter anderem so interessant, weil es die Lust an Forschung sowie am Fragen stellen stimuliert und einen direkten Bezug zu wichtigen Problemen der Gesellschaft herstellt: „Mit Ocean Eye unterstützen wir ein innovatives Konzept, das vor allem unter jungen Menschen ein stärkeres Bewusstsein für das Problem Plastikmüll und Mikroplastik schaffen möchte,“ erklärt Dorothea Wiplinger, Sustainability Manager bei Borealis. „Gleichzeit weckt das Escapebox-Spiel bei den Jugendlichen die Neugierde und den Forscher-Geist und damit auch das Interesse an wissenschaftlichen Berufen. Um effektive und innovative Lösungen für das Thema Mikroplastik zu finden, braucht es fundierte Forschung durch engagierte Wissenschaftler“.

 

Im Bild: VertreterInnen des Projekt- und Entwicklungsteams von Ocean Eye (v.l.n.r.): Hansjörg Mikesch, mental home e.U., Iris Meyer, mental home e.U., Barbara Streicher, Michael Schöppl und Balduin Landl, Verein ScienceCenter-Netzwerk, Christina Adorjan, Verein Technologykids und Sarah Funk, Verein ScienceCenter-Netzwerk

 

Die Escapebox Ocean Eye im Überblick

Spielmöglichkeiten: Vom 7. Oktober bis 30. November 2021, Montag bis Sonntag
Spielort: Zentrum Fokus Forschung (Universität für angewandte Kunst Wien), Vordere Zollamtsstraße 7, Raum 001, 1030 Wien
Terminbuchung: https://escapebox.at
Die Escapebox Ocean Eye ist ein Live-Gruppenspiel ab 15 Jahren. Für 3 bis 6 Personen.
Weitere Informationen zum Projekt unter: www.science-center-net.at/oceaneye


Das Projekt Ocean Eye wurde vom Verein ScienceCenter-Netzwerk gemeinsam mit Mental Home, Planung&Vielfalt und dem Verein Technology Kids entwickelt; das Projekt ist aktuell gefördert von der Wirtschaftsagentur Wien, Hauptsponsor: Borealis AG.

 

Der Verein ScienceCenter-Netzwerk wird unterstützt von der Stadt Wien, dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BWF), dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK), der Arbeiterkammer Österreich, der Industriellenvereinigung, der Wirtschaftskammer Österreich, dem Wiener Städtische Versicherungsverein, Youngsan und der AVL List GmbH.

MINT-Initiativen aus ganz Österreich vernetzen

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(Aus)Bildung in den MINT-Fächern ist für die wirtschaftliche Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit von zentraler Bedeutung, die Nachfrage am Arbeitsmarkt nach Fachkräften ist groß. Initiativen zur Förderung in diesem Bereich gibt es sehr viele, was fehlt ist oft die Vernetzung aktueller Angebote, Best-Practice-Beispiele, neuer Unterrichtsmaterialien und Bildungsangebote. Das neue Format „MINT-Jour Fixe“ des Vereins ScienceCenter-Netzwerk, welcher sich seit vielen Jahren mit der Wissensvermittlung im MINT-Bereich einen Namen gemacht hat, setzt hier an und bietet Lehrkräften und Anbieter*innen eine offene und kostenlose Plattform zum Austausch aktueller Initiativen und Themen. Die kommende Online-Veranstaltung am 24. Juni beschäftigt sich etwa mit Gendersensibler MINT-Vermittlung.

 

Österreich hat zahlreiche Initiativen, Förderprogramme und Bildungsangebote, um das Interesse für MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) nachhaltig zu stärken. Eine Plattform zur Vernetzung aktueller Entwicklungen und Best-Practice-Beispiele für Lehrkräfte und Anbieter*innen gab es bisher noch nicht. Die Formatserie „MINT-Jour Fixe“ des Vereins ScienceCenter-Netzwerk stellt genau diese Idee in den Mittelpunkt. Durch die Veranstaltungsserie entsteht ein neues partizipatives Angebot für Lehrkräfte, sich über aktuelle MINT-Themen zu informieren, zu vernetzen und mit Gleichgesinnten auszutauschen. Im Rahmen dieser 55-minütigen online-Veranstaltungen erhalten Pädagog*innen einen Überblick und mehr Zugänglichkeit zu österreichweiten MINT-Angeboten. Bei den monatlichen Treffen werden sowohl brandaktuelle MINT-Schwerpunkte als auch vermittlungsspezifische Themen (z.B. partizipative Forschung, Vernetzung Schule-Wissenschaft-Wirtschaft) in einem informellen Rahmen behandelt.

 

Ganz bewusst richtet sich die Veranstaltungsreiche an Lehrkräfte aller Schulstufen, -typen und -fächer. Es sind keinerlei Vorerfahrung mit MINT-Themen notwendig, ausschlaggebend ist rein das Interesse an neuen Entwicklungen und am persönlichen Austausch. Einmal im Quartal wird die Veranstaltung in Dauer und Zielgruppe erweitert. In sogenannten MINT jour fixe2 steht die Vernetzung und der Dialog unter den vielfältigen MINT-Akteur*innen und den Pädagog*innen im Vordergrund.

 

Der nächste Termin
MINT jour fixe2 am, 24. Juni 2021, 16:00-17:55 Uhr, Thema: Gendersensible MINT Vermittlung. Anmeldungen sind auch noch kurzfristig möglich: https://www.reglist24.com/scn_4-mint-jourfixe2

Allgemeine Info zur Veranstaltungs-Serie
https://www.science-center-net.at/type-projekte/mint-jour-fixe/

 

Die Serie findet in Kooperation mit dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie statt.

ForschenStattFaken: Aktionsmonat Mai zu begreifbarer Wissenschaft für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und PädagogInnen unter www.forschenstattfaken.at

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Wir werden zunehmend konfrontiert mit Verschwörungstheorien und Fake-News. Auf der anderen Seite vermitteln WissenschafterInnen ihre empirischen Erkenntnisse und wir versuchen, all diese Inhalte einzuordnen. In einer (digitalen) Welt voller Informationen ist es daher heute so wichtig wie nie zuvor, sich kritisch und offen mit Wissenschaft auseinanderzusetzen, aber auch zu erkennen, wie Fake-News funktionieren. Wissenschaft für alle Menschen begreifbar, zugänglich und nutzbar zu machen ist bereits seit 15 Jahren die Vision des Vereins ScienceCenter-Netzwerk. Seit der Gründung werden sogenannte Science-Center-Aktivitäten eingesetzt, die Wissenschaften und Technik für die Öffentlichkeit hands-on und auf leicht zugängliche Weise erlebbar machen. Sie machen neugierig, wecken Freude am Forschen und kritischen Hinterfragen. Der Verein ist Kompetenzstelle für interaktive Wissenschaftsvermittlung in Österreich und koordiniert dabei das gleichnamige österreichweite ScienceCenter-Netzwerk, ein Zusammenschluss für Praxis, Forschung, Vernetzung und Transfer.

 

Margit Fischer, Vorsitzende des Vereins, schildert die Intentionen der Gründung vor 15 Jahren und warum diese heute noch genauso gelten, wenn nicht noch einen größeren Stellenwert bekommen haben: „Was wir in Corona-Zeiten, aber auch anlässlich des Gedenktags von Tschernobyl zentral im Blick behalten müssen ist die Bedeutung mündiger BürgerInnen, die kritisch hinterfragen und somit schlussendlich politische sowie gesellschaftliche Prozesse mitentscheiden. Unsere Gesellschaft braucht Menschen, die Kompetenzen und das Interesse mitbringen, sich kritisch mit Themen auseinanderzusetzen und Fakten von Manipulationen zu unterscheiden. Durch unsere Projekte im Verein setzten wir von Beginn an auf Angebote für eine breite Bevölkerungsschicht, sich dieses Wissen mit freudvollen Aktivitäten anzueignen.“ Besonders zentral sei hier auch die Vielseitigkeit der heute bereits knapp 200 NetzwerkpartnerInnen und ihrer Arbeit. „So unterschiedlich die PartnerInnen auch sind, es gibt einen großen gemeinsamen Nenner, nämlich die Leidenschaft, den Menschen Wissenschaft und Forschung näher zu bringen – ich würde behaupten so nahe, dass diese Themen auch im Alltag Einzug finden und Wissenschaft lebendig und praxisnahe wird.“

 

#ForschenStattFaken: Eine Kampagne, viele Aktivitäten
Diese Expertise zu einem hochaktuellen Thema zum Nutzen der Öffentlichkeit zu bündeln ist die Idee der gemeinsamen Kampagne #ForschenStattFaken anlässlich des diesjährigen Jubiläums, schildert die Geschäftsführerin des Vereins ScienceCenter-Netzwerk, Barbara Streicher. „Forschen ist ein strukturierter und zugleich kreativer Prozess. Er wird von der Neugier getrieben, den Dingen auf den Grund zu gehen statt sich mit einfachen Lösungen zufrieden zu geben. Wir wollen erlebbar und nachvollziehbar machen, wie Wissenschaft arbeitet und warum das ein vertrauenswürdiges System ist, das seine Quellen, Ergebnisse und Interpretationen laufend überprüft – genau wie qualitativer Journalismus. Mit unseren Hands-On-Aktivitäten geben wir Menschen die Gelegenheit, genau das auch selbst auszuprobieren und Neues für sich zu entdecken. Zum Beispiel im Wissens°raum, wo Menschen jeden Alters und kulturellen Hintergrunds experimentieren und tüfteln können.“

 

„Desinformationen und Wissenschaftsskepsis: Dem können und wollen wir entgegenwirken!“
Die Kampagne zeigt auch die enorme Bandbreite an Wissen und Zielgruppen auf, mit denen die unterschiedlichen NetzwerkpartnerInnen arbeiten, so Streicher: „Es gibt zahlreiche Aktionen für Kinder zum Mitforschen, Jugendliche sind aufgerufen, Fakes mit eigenen Experimenten zu widerlegen (ein Wettbewerb von Prof. Lemeshko vom IST Austria), Familien können erkunden, was es mit Basilisken oder Zauberpflanzen auf sich hat. PädagogInnen stärken Kompetenzen zum Entlarven von Fehlinformationen und eine hochkarätige Diskussion mit Ingrid Brodnig und Bernhard Weingartner beleuchtet, wie Wissenschaftsvermittlung gegen Verschwörungserzählungen wirksam werden kann.“

 

Einige Beiträge im Einzelnen:

Faktenbasierte Informationen oder doch nur Zaubertricks?
Im Sinne einer umfassenden Science Education bietet das NaturErlebnisPark Science Education Center als Netzwerkpartner im städtischen Grünraum eine Reihe von Veranstaltungen an. Nach den Prinzipien des „Forschenden Lernens“ gestaltet, zielen sie darauf ab, das Interesse für Natur und Naturwissenschaften zu wecken, ein naturwissenschaftliches Grundverständnis schrittweise aufzubauen und den Erwerb von naturwissenschaftlichen Kompetenzen zu fördern. Gemeinsam mit (inter)nationalen Partnerinstitutionen entwickeln und beforschen die ExpertInnen Vermittlungsformate und Materialien zur Förderung des kritischen Denkens, der faktenbasierten Entscheidungsfindung und der multiperspektivischen Betrachtung von „socio-scientific issues“, schildert  Andrea Frantz-Pittner vom NaturErlebnisPark Science Education Center Graz. „Das bedeutet, dass die Grundlogiken empirischer Erkenntnisgewinnung wie Hypothesentestung durch  Variablenkontrollstrategien, die Interpretation von Daten, die Bewertung von Informationsquellen oder die Einbettung der eigenen Ergebnisse in einem größeren Kontext stattfinden. Wenn diese Schritte unterbleiben, besteht die Gefahr des Abgleitens in effektvolle „Zaubertricks“.  Auch der Beitrag zur Kampagne stellt daher Aspekte, die für das prinzipielle Verständnis von Wissenschaft, deren Gütekriterien und deren Grenzen bedeutsam sind, in den Mittelpunkt. „In Zeiten wie diesen ist es wichtiger denn je, kritisches Denken zu fördern. Es macht uns Sorgen, wie weit Esoterik und Verschwörungstheorien bereits in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen sind und Entscheidungen beeinflussen. Ich hoffe, dass es uns als Netzwerk gelingt, gemeinsam Strategien, Materialien und Methoden zu entwickeln, die zu mehr reflektierten, transparenten und faktenbasierten Entscheidungen in unserer Gesellschaft beitragen.“

 

Wie Fake News entstehen können
Das Vienna Open Lab ist Netzwerkpartner der ersten Stunde und schätzt vor allem den Austausch mit diversen AkteurInnen der Wissenschaftskommunikation. Dass die PartnerInnen im Netzwerk ihr Wissen und Ihre Kräfte bündeln können und damit sichtbarer werden, ist eine weitere Stärke, die sich auch in der Kampagne #ForschenStattFaken zeigt, schildert Karin Garber, Geschäftsführung von Open Science und Leiterin des Vienna Open Lab. Im Zeitalter sozialer Medien gelangen Falschinformationen ungefiltert an die breite Öffentlichkeit. Um ihre Ausbereitung zu verhindern, müssen entsprechende Gegenangebote – wie sie die Kampagne #ForschenStattFaken liefert – bereitgestellt werden. Passend dazu verfolgt das Vienna Open Lab das Ziel, wissenschaftliche Arbeitsweisen und kritisches Denken zu vermitteln.“ Anliegen des Vienna Open Labs ist es nicht nur Fehlinformationen zu widerlegen, sondern vor allem Menschen darin zu schulen, Dinge zu hinterfragen und fundierte wissenschaftliche Informationen von pseudowissenschaftlichen Inhalten zu unterscheiden, betont die Geschäftsführerin und schildert, welche Angebote sie im Rahmen des Aktionsmonats zur Verfügung stellen werden. „Auf Social Media kursieren zahlreiche wissenschaftliche Experimente, die beeindruckende Ergebnisse mit wenig Aufwand versprechen. Durch geschickte Video-Schnitte oder das Auslassen von Informationen gelingen viele Experimente nur scheinbar. Das Vienna Open Lab stellt in seinem Videobeitrag einige dieser Experimente im Labor nach, liefert Hintergrundinformationen und klärt auf, warum die Anleitungen nicht, wie gezeigt, funktionieren.“

 

„Inspiring Chats“ und spannende Podcast-Beiträge
Die FH St. Pölten als ein weiterer Netzwerkpartner des Vereins ist eine forschungsstarke Hochschule, für die Wissenstransfer und der Dialog mit der Gesellschaft eine zentrale Rolle einnehmen. „Bei uns gibt es keinen akademischen Elfenbeinturm“, sagt Hannes Raffaseder, Mitglied der Geschäftsführung. „Unsere Forschungsthemen wollen wir im Austausch mit der Öffentlichkeit laufend hinterfragen und weiterentwickeln. Die Mitgliedschaft im ScienceCenter-Netzwerk ermöglicht den dafür notwendigen Austausch und fördert Interaktion mit vielen PartnerInnen. So bleiben wir über aktuelle Entwicklungen am Laufenden und können unseren Beitrag dazu leisten, kritisches Denken und Wissenschaftsverständnis in der Bevölkerung zu stärken.“ Im Rahmen des Aktionsmonats bringt die FH St. Pölten drei Podcast-Beiträge ein, in denen es um das automatische Erkennen von Fakenews, um Deepfakes und um Verschwörungstheorien geht. Außerdem wird am 17. Mai im Rahmen der Online-Reihe „Inspiring Chats“ diskutiert, wie die Wissenschaftsvermittlung unterstützen kann, die Fähigkeit zum eigenen, kritischen Beurteilen der Fakten zu fördern.

 

„Ideen gehören in die Box!“
Die Einbindung von PatientInnen und BürgerInnen in die Forschung kann Evidenz ganz im Sinne von #ForschenstattFaken schaffen, erzählt Raphaela Kaisler, LBG Open Innovation in Science Center der Ludwig Boltzmann Gesellschaft. „Wir arbeiten daran, diese und andere Interessengruppen außerhalb der akademischen Welt in die Forschung einzubinden und offene inter- und trans-disziplinäre Forschung zu ermöglichen. Die frühzeitige und kontinuierliche Einbindung der Öffentlichkeit und der PatientInnen führt zu einer stärker patientenzentrierten Forschung, die Wissen aus persönlicher Erfahrung oder Praxis einbezieht. Außerdem wird die Stimme der teilnehmenden BürgerInnen gestärkt, was eine wirksame Abschreckung gegen Fake News sein kann.“ Eines der aktuellen Projekte ist die Ideenbox, die Probleme von BürgerInnen und PatientInnen rund um das Thema Gesundheit sammelt. „Die gesammelten Probleme werden veröffentlicht und dann mit BürgerInnen, ForscherInnen und Stakeholdern aufbereitet, um Lösungsansätze zu finden und die Vernetzung zwischen Gesellschaft und Wissenschaft zu ermöglichen.“

 

Über 30 Aktivitäten und Angebote der NetzwerkpartnerInnen, Termine sowie eine große Sammlung an Ressourcen zum Thema stehen auf der Kampagnen-Website www.forschenstattfaken.at gesammelt zur Verfügung.

 

Den Pressetext als PDF zum Download gibt es HIER
Die Folien zum Mediengespräch HIER

 

Der Verein ScienceCenter-Netzwerk wird unterstützt von der Stadt Wien, dem Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BWF), dem Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK), der Arbeiterkammer Österreich, der Industriellenvereinigung, der Wirtschaftskammer Österreich, dem Wiener Städtische Versicherungsverein, Youngsan und der AVL List GmbH.

 

Rückfragehinweis:
Verein ScienceCenter-Netzwerk
Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Christina Badelt
T: + 43 676 89 75 78 – 320
E: badelt@science-center-net.at
W: www.science-center-net.at,
www.forschenstattfaken.at

#ForschenStattFaken: Ein Aktionsmonat zu begreifbarer Wissenschaft startet mit einer Pressekonferenz am 29.4.

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In der heutigen Corona-Zeit treffen Menschen angesichts großer Unsicherheit teilweise einschneidende Entscheidungen zu ihrem eigenen Schutz und dem anderer. Wissenschaft und Forschung stehen dabei besonders im Rampenlicht, für Laien oft schwer unterscheidbar von diversen „Misinformationen“ und „Fake-News“. Entsprechend wichtig ist ein Verständnis dafür, wie wissenschaftliches Arbeiten funktioniert, wie die Forschung zu Fakten gelangt und welche Mechanismen das System Wissenschaft beinhaltet.

 

Aktionsmonat Mai rund um das Thema „ForschenStattFaken“

Hands-on Science-Center-Aktivitäten zur Wissenschaftsvermittlung machen vertraut mit wissenschaftlichen Herangehensweisen, lassen Forschung erlebbar werden und fördern das Hinterfragen. Ein essentieller Beitrag in Zeiten von Digitalisierung und Pandemie, wo „Misinformation“ und „Fake-News“ auch in Schulen, Bildungs- und Forschungseinrichten ein zentrales Thema geworden ist. Daher bietet der Verein ScienceCenter-Netzwerk gemeinsam mit namhaften NetzwerkpartnerInnen den ganzen Mai über unterschiedliche kostenlose Online- Formate zum Mitmachen, Hinterfragen, Experimentieren und Staunen an. Auf der Plattform www.forschenstattfaken.at werden ab 1. Mai alle Angebote und Termine zur Verfügung stehen.

Im Rahmen des Pressegesprächs wird ein Überblick über die Kampagne mit ihren über 30 Aktionen von PartnerInnen aus dem Science-Center-Netzwerk gegeben sowie exemplarisch einige Beispiele vorgestellt.

 

Als Gesprächspartner*innen stehen Ihnen zur Verfügung:

• Margit Fischer, Gründerin und Vorstand des Vereins ScienceCenter-Netzwerk
• Dr. Barbara Streicher, Geschäftsführerin des Vereins ScienceCenter-Netzwerk
• Dr. Andrea Frantz-Pittner, NaturErlebnisPark Science Education Center Graz
• Dr. Karin Garber, MAS Geschäftsführung Open Science, Leitung Vienna Open Lab
• FH-Prof. Dipl.-Ing. Hannes Raffaseder, Mitglied der Geschäftsführung der FH St. Pölten
• Mag. Dr. Raphaela Kaisler, MSc, LBG Open Innovation in Science Center, Ludwig Boltzmann Gesellschaft

Mit der Anmeldung für die PK wird der Zugangslink zugeschickt:
badelt@science-center-net.at

Datum: 29.04.2021, 10:00 Uhr

Ort: Online-PK, Österreich

Rückfragen:
Verein ScienceCenter-Netzwerk
Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Christina Badelt
T: + 43 676 89 75 78 – 320
E: badelt@science-center-net.at
W: www.science-center-net.at
www.forschenstattfaken.at

Hands-On Wissensvermittlung für Erwachsene

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Der Verein ScienceCenter-Netzwerk gewinnt den Erasmus+ Award 2020 in der Kategorie „Mobilitätsprojekte Erwachsenenbildung“

 

Bereits zum 6. Mal wurde gestern Abend der Erasmus+ Award vergeben. Die Auszeichnung veranschaulicht die hohe Qualität vieler Projekte und Auslandsaufenthalte im Programm Erasmus+ in Österreich, anerkennt die Leistung österreichischer Projektträger*innen und vermittelt sie einer breiteren Öffentlichkeit.

 

Die Covid-19-Pandemie stellt auch Bildungseinrichtungen in Bezug auf die Durchführung internationaler Mobilitätsangebote vor enorme Herausforderungen – dabei zeigte sich aber letztendlich, wie wirksam die Erfahrungen und Kontakte aus den vorangegangenen Mobilitätsprojekten waren, um auch in dieser Zeit mit internationalen Partnern zu kooperieren.

 

Wissens°raum für Erwachsenenbildung
Das Gewinnerprojekt in der Kategorie Mobilitätsprojekte „Kompetenzerweiterung an der Schnittstelle formelles/informelles Lernen“ war darauf ausgerichtet, den Verein ScienceCenter-Netzwerk beim Ausbau seiner Rolle als Drehscheibe für interaktive Wissenschaftsvermittlung zu unterstützen und die anstehenden Entwicklungsschritte des erfolgreichen, informellen Lernorts Wissens°raums in Richtung eines physischen »Impulslabors für Wissenschaftsvermittlung« optimal vorzubereiten. Dies soll ein innovativer, interdisziplinärer, experimenteller Ort der Erwachsenenbildung sein, in dem Wissenschaftsvermittlung an der Schnittstelle von informellen und formalen Lernsettings im Zentrum steht und ein forschungsbasierter Zugang forciert wird. Dementsprechend fokussierte das Projekt auf drei Schwerpunkte, schildert Geschäftsführerin Barbara Streicher: „Einerseits wollen wir damit das Verständnis für die Schnittstelle formales/informelles Lernen schärfen und strukturelle Möglichkeiten zur Verbindung dieser Bereiche aufzeigen, zum anderen mehr Bewusstsein für den Ausbau der Forschungs- und Evaluierungskompetenz und die Zusammenarbeit mit der Lernforschung schaffen. Beim Thema Mediennutzung und Digitalisierung geht es wiederum um einen zeitgemäßen Dialog zwischen Wissenschaft und Gesellschaft.“

 

Motivation für andere Bildungsträger*innen
Im Rahmen des Mobilitätsprojekts besuchten MitarbeiterInnen des Vereins Science-Center-Netzwerk herausragende Partner in Dänemark, Niederlande, Polen und Italien. Besonders inspirierend war der Study visit in Paris, um zu sehen, wie der dortige Partner seinen „Rayon science“ nach dem Vorbild des österreichischen Wissens°raum gestaltet hatte. Inspiriert von den internationalen Erfahrungen entstanden Pilotaktivitäten und neue Kooperationen an der Schnittstelle formales/informelles Lernen. Letztlich wirkt das vertiefte Know-how auf das österreichweite Netzwerk, indem der Verein andere Bildungsträger*innen motiviert, Methoden des informellen Lernens in das eigene Curriculum einzubauen und Forschende dabei unterstützt, selbst Hands-on Wissenschaftsvermittlung im informellen Kontext zu wagen. „Wir freuen uns daher sehr über diese Auszeichnung und bedanken uns bei den Projektpartner*innen sowie bei der Jury für diese Anerkennung beim wichtigen nächsten Schritt in die Zukunft der Erwachsenenbildung“, so Barbara Streicher.

 

Koordinierende Einrichtung
ScienceCenter-Netzwerk

 

Partnereinrichtungen
Center For Formidling af Naturvidenskab og Moderne
Teknologi Fond (DK)
Association TRACES | Théories et réflexions sur l’apprendre
la communication et l’éducation scientifiques (FR)
S.I.S.S.A. Medialab SRL (IT)
NEMO – Stichting Nationaal Centrum Voor Wetenschap
En Technologie (NL)
Centrum Nauki Kopernik (PL)

 

Weitere Informationen zum Award und den anderen Kategorien
https://ec.europa.eu/programmes/erasmus-plus/projects

 

Wissen macht stark – Zukunftschancen ermöglichen!

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#GivingTuesday aus dem Wissens°raum
Im Rahmen der Aktion #GivingTuesday macht das Projekt Wissens°raum des Vereins ScienceCenter Netzwerk auf die gesellschaftliche Verantwortung aufmerksam, allen Kindern und Erwachsenen einen kostenlosen Zugang zu Wissenschaft und Technik anzubieten und so bessere (Aus-)Bildungschancen zu ermöglichen. Um das Angebot weiterhin kostenlos zu Verfügung stellen zu können, ist der Wissens°raum auf finanzielle Unterstützung angewiesen und stellt seine Tätigkeiten am #GivingTuesday vor.

 

Auch in Österreich hat längst nicht jedes Kind einen fairen Zugang zu Bildung. Durch den Lockdown geht die Bildungsschere sogar noch weiter auseinander. Aber gerade in diesen Zeiten zeigt sich deutlich: Ob Corona, Klimawandel oder Digitalisierung – Wissenschaft und Technik sind ein wichtiger Teil unseres Alltags und unserer Zukunft. Und bei Zukunftsthemen sollte niemand ausgeschlossen werden, egal welcher kulturellen Herkunft, welchen Alters oder mit welcher beruflichen Vorerfahrung. Der Wissens°raum bietet genau das an: Hier können Kinder, Jugendliche und Erwachsene kostenlos und ohne Stress ausprobieren, was ihnen an Wissenschaft und Technik Spaß macht. Jetzt im Lockdown wird auf virtuellem Weg geforscht und experimentiert. Die Idee dahinter bleibt aber die Gleiche: Die Vermittlung von Hands-On-Mentalität, Durchhaltevermögen, Problemlösungskompetenz, Kommunikations-, Konflikt- und Teamfähigkeit- im (virtuellen) Wissens°raum lernen Kinder, Jugendliche und Erwachsene viel für den persönlichen sowie beruflichen Lebensweg.

 

Eine Investition in die Zukunft
Um diese Angebote weiterhin für alle sichern zu können, braucht das Projekt weiterhin Unterstützung und nimmt heuer erstmals am #GivingTuesday, dem weltweiten Tag des Gebens teil. Nur mit starken Partner*innen und Unterstützer*innen gelingt es, dieses tolle Initiative kostenlos für alle zugänglich zu machen. Details zur Unterstützung gibt es HIER

An dieser Stelle möchte sich das ganze Team sowie der Verein ScienceCenter-Netzwerk bei den bereits bestehenden Partnern nämlich der Stadt Wien, Wiener Wohnen, dem Wiener Städtischen Versicherungsverein, der Wien Holding und der MEGA – Bildungsstiftung ganz herzlich für ihre Unterstützung bedanken. Ihre Hilfe macht den Betrieb des Wissens°raum überhaupt erst möglich.

Nähere Informationen zu unseren online-Angeboten finden Sie auf unserem Blog

CO2 als Gas(t): Den Klimawandel im Wissens°raum hautnah erleben

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Was bedeutet es eigentlich, wenn Ozeane durch den Klimawandel immer mehr zu „versauern“ beginnen, hat der Treibhauseffekt auch gute Absichten und wie ist es, CO2 als Gas(t) kennenzulernen? Diese und viele andere Fragen werden den ganzen Oktober über im Wissens°raum gestellt. Alle BesucherInnen können sich aktiv an Experimenten beteiligen, um Antworten zu finden, die sie vielleicht überraschen werden. Balduin Landl, einer der Wissensvermittler vor Ort und begeisterter Klimaforscher, freut sich mit seinen KollegInnen auf viele Gäste aus dem Grätzel: „11.000 Jahre war unser Klima mehr oder weniger stabil, heute aber sprechen alle vom Klimawandel und seinen Folgen. Da es wichtig ist, sich hier auszukennen und die Scheu vor dem Thema zu verlieren, wollen wir den Kindern und Jugendlichen zeigen, dass sie sich selbst als Klima“experten“ ermächtigen können. Das passiert, indem sie selbst erfahren und ausprobieren.“ Die spannende Fotoausstellung „Klimagerechtigkeit“, die vom Klimabündnis Österreich zur Verfügung gestellt wurde und den ganzen Oktober im Wissens°raum zu sehen ist, bietet für die BesucherInnen eine interessante Ergänzung zu den Forschungs-Stationen: „Die Ausstellung zeigt die Auswirkungen, die wir vorher in den Experimenten gemeinsam erforschen, auf Fotos. So kann sich jeder im wahrsten Sinne ein besseres Bild machen.“

 

Reguläre Öffnungszeiten:
Samstag von 14-18 Uhr
Mittwoch von 15-18 Uhr

 

Die Besichtigung der Ausstellung „Klimagerechtigkeit“ ist auch außerhalb der regulären Wissens°raum-Öffnungszeiten möglich:
Montag, 15-18 Uhr
Dienstag, 15-18 Uhr
Donnerstag, 15-18 Uhr

Gruppen ab 5 Personen werden um Anmeldung gebeten, per Mail an wissensraum@science-center-net.at oder telefonisch unter 0650/4541199

 

Corona-Schutzmaßnahmen:
Maximal 10 Besucher*innen dürfen sich gleichzeitig im Wissens°raum aufhalten.Am Eingang werden Kontaktdaten der Besucher*innen erhoben und 14 Tage aufbewahrt, um Contact Tracing zu ermöglichen.Bitte eigenen Mund-Nasen-Schutz mitbringen! Es besteht Maskenpflicht für alle Personen ab 6 Jahren.

 

Und wie geht es weiter?
Von November bis Dezember wird der Wissens°raum zum Weltall umgestaltet. Aktuelle Infos und Termine dazu gibt es zeitgerecht unter www.wissensraum.info

Technologie braucht Bildung

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Die Verfügbarkeit von Fachkräften ist für die heimische, exportorientierte Volkswirtschaft Voraussetzung für nachhaltiges Wirtschaftswachstum und Wohlstand. Eine aktuelle Studie des Instituts für Bildungsforschung der Wirtschaft zum Thema Fachkräftemangel erhob alleine für das vergangene Jahr über 207.000 offene Stellen für Fachkräfte. Der Anteil der technisch-handwerklichen Berufe liegt nach Schätzungen des ibw bei über 50 Prozent. Ein Faktor, der die Wirtschaft sehr belastet. Hinzu kommt, dass die Bedeutung der Berufe im MINT-Bereich (Mathematik, Information, Naturwissenschaften und Technik) noch weiter steigen wird, heißt es von Seiten der Industriellenvereinigung. Bis 2030 sollen daher um 20 Prozent mehr Technikgraduierte aus HTL, FH und Uni sichergestellt und  die Umsetzung bereits jetzt als nationale Zielsetzung verankert werden. Dazu sollten unter anderem Ausbildungskapazitäten erhöht, neue attraktive Bildungsangebote im Bereich der Naturwissenschaften etabliert und bereits in jungen Jahren gefördert werden. Das Zusammenspiel von analogen und digitalen Fertigkeiten braucht neue didaktische Konzepte, darüber war man sich auch bei den heurigen Technologiegesprächen in Alpbach einig.

 

Begeisterung für Technik: In der Schule, aber auch außerhalb
Helmut Dornmayr, Studienautor am ibw – Institut für Bildungsforschung der Wirtschaft: „Generell gibt es eine große Scheu vor technischen Berufen, die wohl am ehesten durch praktische Erfahrungen und Begegnungen genommen werden kann.“ Es fehlen technische und auch handwerkliche Erfahrungen und Erfolgserlebnisse, weitgehend auch in der Pflichtschule, erklärt der Experte. „Wer kann schon von sich behaupten, dass ihm oder ihr in der Schule gezeigt wurde, wie man einen tropfenden Wasserhahn repariert? Und dass er den praktischen Nutzen von Technik und Handwerk so hautnah erleben und selbst anwenden durfte?“ Außerdem, so Dornmayr, bräuchte es mehr technikaffines Lehrpersonal und Impulse von Praktiker*innen, welche die Begeisterung für Technik authentisch und spürbar vermitteln können, auch außerhalb der Schule.

 

Der Verein ScienceCenter-Netzwerk setzt genau hier an: Wissenschaft und Technik soll für alle zugänglich und erlebbar werden. Geschäftsführerin Barbara Streicher: „Neben dem schulischen Angebot braucht es niederschwellige Angebote außerhalb der Schule, die es für junge Menschen aller Bildungsschichten möglich machen, sich für Technik zu begeistern und die Scheu davor zu verlieren.“ Das Pop-Up-Science Center „Wissens°raum“, ein Projekt des Vereins, erfüllt gleich beide Anforderungen, schildert Geschäftsführerin Barbara Streicher: „Jede und jeder kann hier kostenlos und ohne Stress ausprobieren, was ihnen an Wissenschaft und Technik Spaß macht. Alle Fragen sind erlaubt, und wenn die Kinder und Jugendlichen einmal nicht weiterkommen, steht ihnen ein gut ausgebildetes Vermittler*innen-Team zur Seite – und das in vielen Sprachen. Angesichts der digitalen Entwicklungen ist es besonders wichtig, Brücken von analoger zu digitaler Welt zu schaffen. „Eine eigene „Didaktikwerkstatt“ im Wissens°raum bietet Pädgog*innen außerdem Aktivitäten an, die sie ausprobieren, weiterentwickeln und für den eigenen Unterricht adaptieren können. Fortbildungen, Peer Learning und Austausch unterstützen Lehrkräfte darin, die spezifischen Zugänge zu MINT und Chancenfairness auch im Regelschulsystem einzusetzen.

 

Bildungsinnovationen fördern
Wie erfolgreich und nachhaltig das Konzept des Wissens°raums ist, zeigt auch die aktuelle Nominierung unter den besten acht Bildungsprojekten aus über 250 Bewerbungen im Rahmen der „MEGA Bildungsmillion.“ Mit der Initiative „1 Million* für Österreichs Talente“ fördert die MEGA Bildungsstiftung Projekte, die sich für faire Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen einsetzen, ungeachtet von Herkunft oder familiärem Hintergrund. „Wir freuen uns natürlich über zahlreiche Votings, um noch mehr Wissens°räume zu schaffen. Der Gewinn würde bedeuten, dass weitere Wissens°raum- Standorte entstehen können und die Didaktikwerkstatt ausgebaut wird. Damit künftig noch mehr Kinder und Jugendliche ihre Neugier ausleben und ihre individuellen Talente für MINT-Themen entdecken dürfen.“

 

Weitere Infos zum Projekt:
https://wissensraum.info/

 

Hier geht es zum Voting:
PULS4.com/MEGABildungsmillion

 

Link zur Studie des ibw:
https://ibw.at/forschung/arbeitsmarkt-und-qualifikationsbedarf/

Rückfragehinweis:
Mag. Christina Badelt
PR- und Öffentlichkeitsarbeit
Verein SCIENCE CENTER NETZWERK
T: 0650 55 69 353
E: badelt@science-center-net.at
W: www.science-center-net.at

 

 

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